Schule anders machen: Handlungsbedarf im Bildungssystem zeigt sich allzu deutlich: Zu viele Schüler verlassen ohne Abschluss ihre Schule, deutliche Erschöpfungssyndrome bei Lehrern, Demotivation und Schulmüdigkeit bei Schülern, schlechtes Schulklima bei erhöhten Leistungsanforderungen z.B. durch das 8jährige Gymnasium. Die übergeordneten Zielsetzungen lassen sich in jeder Schule schrittweise umsetzen:
Nachweisliche Entwicklung von Fach- Sozial- Handlungs- und persönlichen Kompetenzen bei Schülern.
Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung des Lehrkörpers in didaktischen Methoden
Kontinuierliche Qualitätskontrolle
Keine Rückdelegation der Schülerbildung an das Elternhaus
Steigerung der Lehrergesundheit
Schulklima geprägt durch Motivation, Interesse und gegenseitigen Respekt
Aus Sicht der verschiedenen Interessensvertreter hat Schule Anforderungen zu erfüllen und Leistungen zu erbringen
Anforderungen aus Sicht der Schüler
Aneignung neuer Kompetenzen
Identifikation und Förderung besonderer individueller Fähigkeiten und Begabungen
Ein Schulklima, das durch gegenseitigen Respekt, Verbindlichkeit und Motivation geprägt ist
Zugang zu außerschulischen Lernfeldern
Anforderungen aus Sicht der Lehrer
Verfügbarkeit der notwendigen Ressourcen
Möglichkeiten der Entlastung durch Teamarbeit, Arbeitsräume für die Lehrer in der Schule
Anpassung der schulischen Rahmenbedingungen an die Erfordernisse eines modernen Unterrichts
Anpassung des Unterrichts an neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse (z.B. Aneignung von Sprachkompetenz durch mehrsprachigen Unterricht „total immersion“)
Qualitätssicherung durch Fortbildungsangebote u.ä.
Anforderungen aus Sicht der Eltern
Optimale Entwicklung der Kinder
Vorbereitung auf den späteren Lebensweg
Freude und Motivation beim Lernen
Möglichkeiten der Teilnahme am Schulleben
Anforderungen aus Sicht der Gesellschaft
Entwicklung verantwortungsvoller und gebildeter Bürger
Die Umsetzung eines Change-Prozesses in der Schule geschieht nach dem Motto: „Was wir selber geplant haben, setzen wir auch um."
Die Steuerung des Prozesses wird durch regelmäßige Workshops geleistet, mit Lehrern, Schülern und ggf. externen Experten und Elternvertretern.
Die Steuerung des Prozesses wird durch regelmäßige Workshops geleistet, mit Lehrern, Schülern und ggf. externen Experten und Elternvertretern.
Ein solches Pilotprojekt wurde am Münchner Luisengymnasium 2005/6 in Zusammenarbeit mit der Eberhard von Kuenheim Stiftung durchgeführt. www.kuenheimstiftung.de
Ein Artikel zum Projekt ist in der monatlich erscheinenden Zeitschrift Universitas im August 2006 erschienen.
Artikel als PDF www.hirzel.de/universitas